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Gesundheit

Unser Körper

ein komplexes Zusammenspiel vielfältiger Organe mit einer fast unüberschaubaren Funktionsvielfalt.

 

Wird dieses harmonische Miteinander in irgendeiner Form gestört, regagiert unser Körper mit diversen Alarmsignalen. Mache dieser "Meldungen" sind schwer zu interpretieren, ist doch das Signal nicht immer offen dem Impulsgeber zu zuordnen.

 

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Donnerstag, 14. Februar 2013
Gicht nach Faschingsvöllerei


Gicht ist eine gefürchtete Geißel unserer Wohlstandsgesellschaft. Sie tritt immer dann auf, wenn es den Menschen viel zu gut geht, sie zu deftig essen, zu viel Alkohol trinken und sich zu wenig bewegen.

Der erste Gichtanfall kommt meistens plötzlich und unerwartet mitten in der Nacht und macht sich durch einen stechenden Schmerz unangenehm bemerkbar. Häufig treten solche ersten Anfälle kurz nach größeren Schlemmereien auf, also nach lukullischen und alkoholischen Exzessen. Gerade die Faschingszeit bietet deshalb der Gicht einen idealen Nährboden. Schon zu Weihnachten und Silvester ist der Organismus mit kräftigem Essen und übermäßig viel Alkohol strapaziert worden. Wer danach nicht auf die Alkoholbremse trat, wieder spartanischer lebte und sich mit viel Sport die angesammelten Giftstoffe aus schwitzte, kann jetzt während oder nach der Faschingszeit oft sein blaues Wunder erleben. Plötzlich ist er nämlich da, der erste Gichtanfall, und nur selten bleibt es bei dem einen.

Natürlich kann der Arzt helfen, denn die moderne pharmazeutische Industrie hat schon seit langem eine Vielzahl von Arzneimitteln auf den Markt gebracht, mit denen die Harnsäure, die für die Gichtanfälle verantwortlich ist, aus dem Körper ausgeschwemmt werden kann. Doch diese Medikamente haben so ihre Tücken, sie sind nämlich reich an Nebenwirkungen. Magenschmerzen und Übelkeit sind dabei noch die geringsten Folgen. Und wer glaubt, nur mit Tabletten seiner Gicht wieder Herr werden zu können, der irrt sich gewaltig.

Zunächst ist eine Umstellung der Ernährung unverzichtbar, und darüber hinaus empfiehlt es sich, einige bewährte Ratschläge der Volks- und Naturheilkunde zu befolgen. So sollten Sie zuerst für 3 bis 4 Tage ein strenges Saftfasten einhalten. Trinken Sie in dieser Zeit dreimal täglich einen ¼ Liter Traubensaft oder auch sechsmal täglich einen ⅛ Liter honiggesüßtes Zitronenwasser. Ansonsten nur stille Wasser mit wenig Kochsalzgehalt. Anschließend sollten Sie für 2 bis 3 Wochen eine Saft- bzw. Obstkur einhalten.
In dieser Zeit dürfen Sie Äpfel, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, Preiselbeeren oder Holunder essen. Auch Gemüse ist erlaubt, so zum Beispiel Knoblauch, Zwiebeln, Meerrettich, Brunnenkresse, Gurken, Löwenzahn, Sellerie und Lauch. Achten Sie außerdem unbedingt darauf, dass Sie mindestens 2 ½ bis 3 Liter Wasser pro Tag zu sich nehmen. Sie können mit dem Wasser natürlich auch Rheuma- oder Gichttees zubereiten, die die Ausscheidung der Harnsäureablagerungen aus Blut und Gewebe noch zusätzlich fördern. So wird vermieden, dass sich Harnsäurekristalle in den Gelenken festsetzen und zu Schmerzen oder gar zu Zerstörung und Verformung der erkrankten Gelenke führen.

Auch in Zukunft sollten Sie dann darauf achten, dass Ihre Ernährung harnsäurearm und vegetarisch ist. Essen Sie viel Rohkost. Verboten sind auf jeden Fall Fleisch und Innereien, aber auch Wurst, tierische Fette und Eier. Selbst bei manchen Gemüsen müssen Sie vorsichtig sein. So sollten Sie keine Kohlrabi, keine Erbsen, keine Linsen, keinen Spinat, keinen Feldsalat, Endiviensalat oder Rotkraut essen. Ebenso müssen Sie auf Nüsse verzichten, also auch auf Erdnüsse und Paranüsse. Selbstverständlich auch auf alle Süßigkeiten, Bohnenkaffee, schwarzen Tee und alkoholische Getränke.

»Oje«, werden Sie jetzt wahrscheinlich stöhnen. »Da bleibt mir ja zum Essen überhaupt nichts mehr übrig, wovon soll ich mich dann ernähren?«

Keine Angst! Es gibt immer noch genug, was Sie essen dürfen. Sehr zu empfehlen sind zum Beispiel Stangenbohnen, Sellerie, Artischocken, Zwiebeln, Gurken, Schnittlauch, Spargel, Brunnenkresse, Sauerkraut und Meerrettich.
An Obst sollten Sie vornehmlich zu Äpfeln, Schwarzen Johannisbeeren, Trauben, Erdbeeren und Preiselbeeren greifen. Auch Haferflocken, Honig und Milchprodukte sind für Sie geeignet. Verzichten sollten Sie aber dabei auf fetten Käse und Kondensmilch.

In hartnäckigen Fällen wird die Ernährungsumstellung alleine aber nicht zum gewünschten Erfolg führen. Hier bietet dann die Naturheilkunde weitere Behandlungsmethoden an. So hat es sich zum Beispiel bewährt, regelmäßig einen Aderlass zu machen, damit der Körper gezwungen wird, neues Blut zu produzieren. Dadurch wird der Harnsäureüberschuss im Blut auf natürliche Weise reguliert. Zusätzlich lassen sich die besonders erkrankten Gelenke auch mit dem pulsierenden Magnetfeld behandeln. Diese Therapie sorgt dafür, dass die erkrankten Körperzellen wieder regeneriert werden, dass sich Entzündungen abbauen, sich die Durchblutung verbessert und die Sauerstoffversorgung der Zellen zunimmt. Zur Aktivierung der Nierenfunktion und damit auch zur Verbesserung der Harnsäureausscheidung können zusätzlich noch die Nieren mit einer Infrarot-Wärmelampe, Wärmflasche oder warmen Wickel behandelt werden. Das ist nicht nur eine völlig ungefährliche, sondern auch noch eine sehr angenehme Therapie, denn die Nieren werden dabei überwärmt, so dass sie in ihrer Funktion angeregt werden und es zu einem verstärkten Harnfluss kommt.

Wie bei fast allen Erkrankungen empfiehlt sich der Einsatz von homöopathischen Präparaten. Lassen Sie sich bei einem entsprechend geschulten Heilpraktiker oder Arzt homöopathische Tropfen verschreiben, die Sie dann für längere Zeit einnehmen müssen. Auch die Injektion homöopathischer Präparate direkt in den Bereich der befallenen Gelenke ist sehr wirkungsvoll.

Selbstverständlich müssen Sie auch selbst aktiv etwas für sich tun. Wichtig ist, dass Sie sich viel an der frischen Luft bewegen. Auch eine sportliche Tätigkeit, wie zum Beispiel Radfahren, Schwimmen oder Tennisspielen, ist empfehlenswert. Durch die aktive Muskelarbeit kommen Sie nämlich ins Schwitzen und scheiden dadurch überschüssige Harnsäure aus. Zusätzlich müssen Sie noch unbedingt darauf achten, dass Ihre Verdauung regelmäßig funktioniert. Auch ausreichender Schlaf ist wichtig, da eine Gichterkrankung durch Überanstrengung oder Aufregung verschlimmert wird. Zum Stressabbau und zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele empfehlen sich hier auch wieder warme bis heiße Kräuterbäder. Nehmen Sie deshalb dreimal in der Woche ein Vollbad mit Heublumen-, Haferstroh- oder Zinnkrautabsud. Und gönnen Sie sich ganz einfach etwas mehr Zeit. Versuchen Sie bewusster zu leben und sich bewusster zu ernähren.



© copyright by Manfred Backhaus


Mittwoch, 6. Februar 2013
So verjagen Sie Ihren "Faschings-Kater"

Jetzt geht es wieder rund, denn die tollen Tage stehen vor der Tür. Entlang des Rheins stehen die Narren in den Startlöchern, und die Korken knallen. Wein, Bier, Sekt und schärfere Alkoholika gehören natürlich dazu, wenn man in ausgelassener Stimmung die närrische Zeit gebührend feiern will. Doch die Fastnachtsnächte sind lang - und wer sie aufrecht und ohne Alkoholschäden überstehen will, muss schon eine stabile Gesundheit haben, hart im Nehmen sein oder mit den flüssigen Stimmungsmachern zurückhaltend umgehen. Denn einen »Affen« hat man sich schnell geholt, und wenn sich danach der »Kater« im Genick festgekrallt hat, wird man ihn so leicht auch nicht mehr los. Vorbeugen ist also besser als Heilen.

Wichtig ist, dass Sie den Start ins Fastnachtsgetümmel nicht mit leerem Magen machen. Nehmen Sie als erstes eine richtige Mahlzeit zu sich. Gegrillte Würstchen mit Pommes frites oder Pizza aus der Hand, die Sie während der Fastnachtstage an den vielen »Fressbuden« sicherlich überall kaufen können, sind nicht die richtige Grundlage für einen ausgedehnten Fastnachtsumtrunk. Allenfalls können Sie diese kleinen Imbisse zwischendurch noch zur Aufbesserung Ihrer Alkoholgrundlage zu sich nehmen. Die zusätzlichen Kalorien sollten Sie durch intensive Tanzeinlagen wieder abarbeiten, damit Sie nach den tollen Tagen keinen Schreck bekommen, wenn Sie sich auf die Waage stellen.

Nun zum Thema Alkohol. Die wenigsten sind so standhaft, dass sie das Karnevalstreiben ohne ein »paar Gläschen« überstehen. Daran ist sicherlich auch nichts auszusetzen, denn Alkohol löst die Hemmungen und sorgt für ausgelassene Stimmung. Doch auf die Menge kommt es an. Schon Paracelsus, der berühmte Arzt des Mittelalters, wusste, dass die Dosis das Gift macht. Kleine Mengen Alkohol wirken anregend, beschwingend, entkrampfend, stimmungsaufhellend. Bei zu großen Mengen jedoch lässt die Konzentrationsfähigkeit nach, man verliert die Kontrolle über sich, wird eventuell noch aggressiv und läßt sich zu Dingen hinreißen, die einem hinterher nur leid tun können. Auch im Nachhinein ist Alkoholkonsum nicht gerade angenehm. Magenschleimhautreizungen mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfällen sind dabei ebenso häufig wie ein gewaltiger »Brummschädel«, Kreislaufstörungen und Schwindel.

Alle Statistiken über die Menge, die ein Mann oder eine Frau im Durchschnitt vertragen können, ohne sich zu schaden, sind sicherlich nur graue Theorie. Sie müssen selbst am besten wissen, wie viel Sie sich zumuten können. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die die Wirkung des Alkohols erst dann spüren, wenn Sie schon »aus den Schuhen kippen«, dann springen Sie einmal über Ihren eigenen Schatten und hören Sie auf Ihre Frau bzw. Ihren Mann. Der Partner kann in der Regel viel besser beurteilen, wann Sie genug haben. Um diesen Punkt nun lange hinauszuzögern sollten Sie eine altbewährte Regel erprobter Partygänger beherzigen:

Trinken Sie niemals verschiedene Sorten von Alkohol durcheinander. Verzichten Sie auf die »harten Sachen«, meiden Sie Schnäpse und Likör. Wählen Sie am besten Bier, einem guten Wein oder trockenen Sekt, und bleiben Sie bei dem, wofür Sie sich entschieden haben. Seien Sie besonders vorsichtig bei Bowlen, es sei denn, Sie wissen genau, was drin ist. Verträglich sind Bowlen, die nur mit Wein und Früchten, aber ohne Schnaps und Likör angesetzt sind. Besonders prickelnd schmecken sie, wenn sie erst im Glas mit einem Schluck Sekt aufgefrischt werden. Diese Wein-Sekt-Bowlen sind weitaus bekömmlicher als die zu Kopf steigenden Mischungen mit Likör oder Cognac.

Vergessen Sie auch nicht, dass Alkoholika nicht zu Durstlöschern werden sollten, sondern nur zum Genießen da sind. Trinken Sie Mineralwasser mit oder auch ohne Kohlensäure, wenn Sie Durst haben. Trinken Sie viel davon, denn auch so können Sie einem Kater vorbeugen. Der vermehrte Alkoholgenuss führt nämlich zu häufigerem Wasserlassen, und dabei verlieren Sie Mineralien. Das aber kann schon bald zu Schwäche, Schwindel und Kopfschmerz führen, dem Sie vorbeugen, indem Sie mit viel Mineralwasser die Mineralien wieder ersetzen.

Haben aber alle guten Ratschläge nichts geholfen und Sie werden nun für Ihre »Trinklust« mit Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen geplagt, dann sollten Sie keinesfalls zu chemischen Arzneimitteln greifen. Damit können Sie Ihren Körper jetzt nur noch mehr vergiften. Stattdessen sollten Sie für eine natürliche Entgiftung sorgen und sich an ein paar alte, aber bewährte Hausmittel erinnern.

Oftmals können Sie den Kater am Morgen schon verscheuchen, indem Sie ein kleines Gläschen von dem alkoholischen Getränk zu sich nehmen, das Sie als Letztes am Abend getrunken haben.
Sehr hilfreich ist auch ein Tee, den Sie aus Tausendgüldenkraut, Odermennig und Wermut zubereiten. Nehmen Sie zwei Teelöffel von dieser Teemischung und überbrühen Sie sie mit heißem Wasser. Lassen Sie das Ganze 5 Minuten ziehen und trinken Sie es ungesüßt und schluckweise.

Haben Sie Probleme mit dem Kreislauf, dann sollten Sie einen Tee aus Rosmarin und Melisse trinken. Nehmen Sie 2 Teelöffel der Mischung und überbrühen Sie sie. 5 bis 10 Minuten sollte der Tee ziehen, dann abgießen und ungesüßt schluckweise trinken. Gegen Kreislaufbeschwerden hat sich auch Pfefferminzöl sehr gut bewährt. Nehmen Sie einen Tropfen davon auf die Zunge und reiben Sie sich ein bis zwei Tropfen an die Schläfe und unter die Nase. Das belebt sofort und aktiviert die Durchblutung.

Gegen »Brummschädel« hilft oft, wenn Sie den Kopf ins kalte Wasser tauchen. Auch eine Tasse starken Espresso, in den Sie den Saft einer halben Zitrone gepresst haben, wirkt Wunder. Es schmeckt zwar scheußlich, ist dafür aber umso wirksamer.
Sitzt Ihnen der Kater mehr im Nacken, haben Sie also Kopfschmerzen, die vom Nacken nach oben ziehen, machen Sie sich eine Nackenmassage. Akkupressieren Sie sich dabei ganz besonders die Stellen am Hinterkopf, an denen die Nackenmuskulatur beginnt. An den Außenseiten dieser beiden Muskelstränge haben Sie zwei ganz besonders empfindliche Punkte. Drücken Sie an dieser Stelle fest mit dem Daumen hinein und streichen Sie nach oben aus.
Quält Sie der Kopfschmerz mehr in der Stirn, dann können Sie fast sicher sein, dass Ihnen hier Ihre Bauchspeicheldrüse, Ihre Galle und Ihre Leber signalisieren wollen, dass sie gründlich genug vom Alkohol haben. Abhilfe schafft oft ein Tee aus der Wurzel der Schwertlilie und der Brenn-Nessel. Beides fördert die Entgiftung und sorgt dafür, dass Ihre Organe schneller wieder gereinigt werden.

Häufig meldet sich auch der Magen zu Wort. Saures Erbrechen, Übelkeit, Magen- und Darmschmerzen sind die deutlichen Anzeichen dafür, dass Ihnen der Alkoholgenuss eine Schleimhautreizung eingebracht hat. Schnelle Hilfe bringt Ihnen hier eine »Rollkur«. Trinken Sie dazu morgens nüchtern eine Tasse Kamillentee, am besten schon im Bett. Legen Sie sich danach 5 Minuten auf den Rücken, 5 Minuten auf den Bauch und schließlich noch 5 Minuten auf die rechte Seite. Auf diese Weise kann der Kamillentee gleichmäßig auf die gesamte Magenschleimhaut einwirken. In »Härtefällen« sollten Sie diese Prozedur mehrmals täglich durchführen. Auch nach der Besserung sollten Sie noch ein paar Tage weitermachen, damit der Magen auch wirklich auskuriert wird.

Gegen einen zu starken Brechreiz können Sie Eiswürfel lutschen. Das beruhigt die Magennerven. Zusätzlich können Sie noch unterstützend Kneippsche Leibauflagen machen. Bei einer akuten Magenschleimhautentzündung sollten die Auflagen kalt, bei einer chronischen warm sein. Nehmen Sie ein einmal gefaltetes Leintuch, tauchen Sie es in kaltes oder warmes Wasser und legen Sie es auf den Bauch. Darüber kommt ein trockenes Zwischentuch, anschließend eine Wolldecke. Die kalten Leibauflagen sollten Sie immer dann wechseln, wenn sie warm geworden sind, die warmen, wenn sie sich wieder kühl anfühlen.

Bei einem akuten Kater werden Sie sowieso keinen Appetit haben. Aber auch nach Abklingen der Beschwerden sollten Sie mit dem Essen noch eine Zeit lang vorsichtig sein. Bevorzugen Sie 5 kleine, leichte Mahlzeiten am Tag und kauen Sie alles gründlich durch. Doch am besten ist es, wenn Sie es gar nicht erst so weit kommen lassen. Trinken Sie nur wenig Alkohol, langsam und kontrolliert.
Und zum Schluss noch eine Bitte:
Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen, lassen Sie Ihr Auto zu Hause! Genießen Sie die "Tollen Tage" .



© copyright by Manfred Backhaus











Freitag, 14. Dezember 2012
So schützen Sie Ihre Haut vor Kälte und Wind


Was gibt es schöneres im Winter, als im Schnee herumzutollen, Rodelpartien zu unternehmen oder auf Skiern durch den verschneiten Wald zu wandern? Gesund ist das allemal, denn die reine und klare Winterluft sorgt für eine Sauerstoffanreicherung des Körpers. Die Bewegung im Schnee aktiviert den Kreislauf und kräftigt die Muskeln. Doch wie alles auf der Welt hat auch das Wintersportvergnügen seine zwei Seiten. Denn was für Körper und Seele ein wahres Labsal ist, kann für die empfindliche und ungeschützte Gesichtshaut zur reinsten Strapaze werden.
Die von Schnee und Eis reflektierten Sonnenstrahlen sind nämlich mitunter viel stärker, als man es von einem Sonnenbad im Sommer gewöhnt ist. Ehe Sie sich versehen, haben Sie einen kräftigen Sonnenbrand, und die Haut schlägt Blasen. Darüber hinaus kann der trotz wärmender Sonnenstrahlen immer noch eisige Winterwind schnell dafür sorgen, dass die Gesichtshaut aufspringt und die empfindlichen Schleimhäute an den Lippen blutige Risse bekommen.

Vernünftige Vorbeugung ist auch hier besser als eine nachträgliche Behandlung. Schützen Sie deshalb Ihre Gesichtshaut mit einer fetthaltigen Tagescreme, die Sie bei Frost, Schnee und Wind ruhig etwas dicker auftragen sollten und so oft ergänzen müssen, wie es nötig ist.

Für alpine Skiläufer, die vornehmlich in der eisigen Kälte des Hochgebirges unterwegs sind, empfiehlt es sich außerdem, das Gesicht mit einer Gesichtsmaske aus Seide zu schützen. Seide klebt auch bei extremer Kälte nicht an der Haut fest, so dass zwischen Stoff und Haut immer ein schützendes und isolierendes Luftpolster bestehen bleibt. Eine derartige Seidenmaske können Sie sich unschwer selber herstellen oder aber auch in einem guten Sportgeschäft kaufen.

Wenn Sie jedoch feststellen müssen, dass Ihre Haut bereits durch Wind und Kälte geschädigt wurde, dann bietet die Naturheilkunde immer noch eine Reihe von Möglichkeiten, die entstandenen Hautschäden wieder zu reparieren. Die meisten dieser Maßnahmen sind einfach zu bewerkstelligen und können auch im Urlaubshotel ohne Probleme durchgeführt werden.

Eines der häufigsten Hautprobleme, die im Winter auftreten, ist eine rissige, spröde und aufgesprungene Haut, wovon besonders die Lippen nicht verschont werden. In solchen Fällen können Sie sich mit Quark und Honig helfen. Streichen Sie Quark auf einen Leinenlappen auf und legen Sie ihn 10 bis 15 Minuten auf die aufgesprungenen Lippen oder die aufgesprungene Gesichtshaut. Danach können Sie noch etwas Honig auf Lippen und Gesichtshaut auftragen und ebenfalls 10 bis 15 Minuten einwirken lassen. Diesen Vorgang sollten Sie öfter wiederholen, und Sie werden schon bald feststellen, dass die Haut wieder glatt und geschmeidig wird. Nach der Behandlung empfiehlt es sich allerdings, immer eine gute fett- und feuchtigkeitshaltige Creme aufzutragen.

Gegen leichte Entzündungen der Haut oder auch aufkommende Pickel haben sich Milchmasken gut bewährt. Verrühren Sie dafür ganz einfach Hefe mit lauwarmer Milch zu einem dicken Brei, den Sie dann auf das Gesicht aufpinseln. Die Augenpartien sollten Sie dabei frei lassen. Nach etwa 20 Minuten können Sie die Maske mit den Fingerspitzen abrubbeln, warm oder kalt nachwaschen und das Gesicht eincremen.

Eine andere sehr bewährte Maske ist eine Mischung aus Heilerde und Kamillentee. Verrühren Sie beides zu einem Brei und tragen Sie ihn ebenfalls auf die Gesichtshaut auf. Lassen Sie die Paste 5 Minuten einziehen und waschen sie dann anschließend lauwarm ab.

Etwas komplizierter ist eine Maske aus Quittenkernschleim herzustellen. Sie bekommen diesen Quittenkernschleim durch Ansetzen von Quittenkernen in Wasser. Mit diesem Quittenkernschleim können Sie dann Umschläge auf die entzündete, aufgesprungene oder rissige Haut machen, wobei Sie auch die – natürlich geschlossenen Augen – einbeziehen können. Die entzündungswidrigen Wirkstoffe der Quitte, zum Beispiel das Pektin, werden schon bald dafür sorgen, dass Ihre Haut wieder angenehm weich und glatt wird.

Sehr wirkungsvoll bei aufgesprungener Haut im Gesicht und auch an den Händen ist ein Brei aus dick eingekochten Leinsamen und Honig. Mit diesem Brei sollten Sie wiederholt Umschläge auf die betroffenen Hautpartien machen.

Vergessen Sie jedoch bei all diesen Tipps nicht, dass so manche Hautunreinheit oder Hautstörung, die sich im Winter besonders bemerkbar macht, durch Erkrankungen innerer Organe verursacht wird. Nicht selten ist auch »unreines« Blut dafür verantwortlich oder eine Störung des Darmes. Bei chronischen Hauterkrankungen ist es daher immer wichtig, eine gründliche Untersuchung vornehmen zu lassen, zu der auch eine Untersuchung des Blutes und des Stuhles gehört. Sehr häufig ist nämlich eine falsche Bakterienbesiedelung, also eine so genannte »Dysbakterie« des Darmes, oder sogar ein Pilzbefall der Darmschleimhaut an Hautunreinheiten und an vielen anderen Erkrankungen Schuld.
Denken Sie auch daran, dass Gesundheit von innen kommt. Gerade im Winter ist deshalb eine gesunde Ernährung mit vitamin- und vitalstoffreicher Vollwertkost, viel rohen Gemüsen und Salaten eine wichtige Voraussetzung für eine stabile Gesundheit. Alles, was den Organismus belasten könnte, ist dagegen möglichst zu meiden, also auch scharfe Schnäpse, scharfe Gewürze, starker Kaffee, schwarzer Tee und Nikotin.

© copyright by Manfred Backhaus





Freitag, 14. Dezember 2012
Knoblauch - der beste Schutz vor den Krankheiten des Winters


Schon seit altersher gilt Knoblauch als eine Art Universalheilmittel. Heute weiß man, dass die Wirkung des Knoblauchs durchaus nichts mit Aberglauben zu tun hat, sondern dass die so heiß geliebte und doch vielverschmähte Knolle wissenschaftlich nachweisbar eine Vielzahl von Heilwirkungen aufweist.
Obwohl sich im Laufe der Zeit die Zahl der Knoblauchfreunde allmählich stetig vermehrt, gibt es leider immer noch eine große Anzahl von Mitmenschen, die einen großen Bogen um die weiße Knolle machen. Schuld daran ist der Geruch, den jeder um sich verbreitet, der sich eine Knoblauchzehe schmecken lässt. »Knoblauch macht einsam«, heißt dann auch der vielgehörte Satz der Knoblauchfeinde. Mir erscheint jedoch diese kleine »Nebenwirkung« der heilsamen Knolle kein ausreichender Grund zu sein, sich dieses wunderbare und wohlschmeckende Heilmittel vorzuenthalten.
In der heutigen Zeit, in der wir von allem möglichen Gestank - von Zigarettenqualm über Autoabgase bis zu den übelsten und darüber hinaus oft noch gefährlichen »Düften« der chemischen Industrie - belästigt werden, mutet ein bisschen Knoblauchduft doch gerade wie ein Wohlgeruch an. Außerdem ist es durchaus möglich, den Duft des Knoblauchs in Grenzen zu halten, wenn man ihn mit chlorophyllreichen Pflanzen wie Petersilie oder Brenn-Nessel zusammen isst.
Statt nun wegen des Geruchs auf Knoblauch zu verzichten, sollte man zu dem besonderen Parfüm der Knolle stehen und sich darüber klar werden, dass die gesundheitliche und die geschmackliche Wirkung des Knoblauchs diesen kleinen Fehler tausendfach wettmacht.

Besonders Wirksam ist Knoblauch zum Schutz vor Erkältungen. Mehr davon erfahren Sie in dem Buch: "Erkältungen - Nein Danke" von Heilpraktiker Manfred Backhaus

Und tatsächlich ist Knoblauch in seiner Heilwirkung von anderen Pflanzen kaum noch zu überbieten. So hilft die Knolle bei fast allen Alterserscheinungen, indem nämlich ihre Wirkstoffe die Adern freihalten und den Cholesterinspiegel des Blutes senken, das Blut flüssiger machen, dem hohen Blutdruck vorbeugen und so Herz- und Kreislauferkrankungen, Arterienverkalkung und Herzinfarkt verhindern.

Unterschätzt wird auch oft die bakterientötende und entzündungshemmende Wirkung des Knoblauchs auf den ganzen Organismus. Heute ist wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen, dass Knoblauch nicht nur die Schleimhäute von Mund, Hals, Nase und Rachen schützt und desinfiziert, sondern auch die der Blase, der Bronchien und des Darmes.
Knoblauch wird daher nicht selten auch als das »natürliche Penicillin« bezeichnet, hat aber im Gegensatz zum echten Penicillin keine schädlichen Nebenwirkungen. Damit ist der hochdosierte Einsatz von Knoblauch in vielen Fällen dem von Antibiotika vorzuziehen.

Wichtig ist es natürlich, Knoblauch regelmäßig einzunehmen, da nur so die Heilwirkung auf die Abwehrkräfte voll ausgenutzt werden kann. Wer mit Rücksicht auf die beruflichen Anforderungen nur am Wochenende Knoblauch essen kann, muss dann selbstverständlich höher dosieren, um auf diese Weise einen ordentlichen »Hausputz« zu erreichen.
Wenn irgend möglich aber sollte Knoblauch täglich zu Salaten und Rohkost verwendet werden. Und darüber hinaus empfiehlt es sich - gerade jetzt im Winter - bei den ersten Anzeichen einer Erkältung, eines Kratzens im Halse oder einem Schnupfen einen »Knoblauchstoß« durchzuführen.

Die alten Chinesen kennen dafür ein vielfach bewährtes Heilmittel:
Kochen Sie eine gute Portion Nudeln (möglichst Vollkornnudeln), hacken Sie eine ganze Knolle Knoblauch klein und vermischen Sie den Knoblauch dann mit den noch warmen Nudeln. Das Ganze kann natürlich noch je nach Geschmack mit Käse bestreut, mit Kräutern abgeschmeckt oder mit einer Sahnesoße angereichert werden. Die Chinesen trinken dann dazu warmen Reiswein, aber warmes Bier oder Lindenblütentee tun es auch. Legen Sie sich nach diesem »Anti-Grippe-Mahl« ins Bett und decken Sie sich gut zu. Schon bald werden Sie feststellen, dass alle Grippesymptome verschwunden sind und Sie sich wieder topfit fühlen.

Als ein spezielles Heilmittel gilt auch die Knoblauch-Tinktur. Dafür werden 250 g Knoblauch geschält und in kleine Scheiben geschnitten. Gießen Sie dann 1 Liter Branntwein darüber. Stellen Sie anschließend die Flasche 2 Wochen in die Sonne oder an einen etwa 30° warmen Ort (Heizung) und schütteln Sie den Inhalt mehrmals täglich gut durch. Nach 2 Wochen wird die Flüssigkeit dann durchgesiebt und in dunklen Flaschen aufbewahrt. Von dieser hochwirksamen Tinktur, die lange Zeit haltbar ist, trinken Sie täglich zur Vorbeugung von Krankheiten etwa 10 Tropfen auf ein kleines Glas lauwarmes Wasser. Damit können Sie das ganze Jahr über nicht nur Ihren Verdauungstrakt vor Krankheiten schützen, sondern auch ganz allgemein Ihre Abwehrkräfte steigern. Bei aufkommenden Halsschmerzen können Sie mit dieser Knoblauch-Tinktur auch gurgeln.

Bei Schnupfen hat es sich darüber hinaus auch sehr gut bewährt, die Nasenschleimhäute mit Knoblauchöl zu betupfen. Sie werden dadurch geschmeidiger, und die bakterientötende Wirkung des Knoblauchs beschleunigt die Heilung. Auch das Knoblauchöl ist leicht herzustellen. Schneiden Sie dazu eine Knoblauchzehe klein, gießen Sie ein Schnapsglas voll Olivenöl darüber, so dass der kleingehackte Knoblauch gut bedeckt ist, und lassen Sie das Ganze einige Tage stehen.

Gegen Bronchialerkrankungen hat sich eine Mischung aus Milch, Honig und Knoblauchzehen gut bewährt. Trinken Sie von diesem Heiltrank mehrmals täglich ein Glas in kleinen Schlucken aus.

Auch bei blauen Flecken und Prellungen, die jetzt in der kommenden Winterzeit durch die erhöhte Rutschgefahr gar nicht so selten sind, lässt sich Knoblauch gut einsetzen. Hier hilft nämlich ein Brei aus fein zerstoßenem Knoblauch, der mit Honig vermischt wird und auf die entsprechenden Körperpartien aufzutragen ist.

Zur äußerlichen Anwendung hat sich die Knoblauch-Tinktur auch bei Hauterkrankungen gut bewährt. Pusteln und Pickel verschwinden damit ebenso wie schlecht heilende Wunden, eiternde Geschwüre und andere Hauterkrankungen.

Natürlich sind die Heilwirkungen des Knoblauchs damit noch lange nicht erschöpft; die Einsatzmöglichkeiten der weißen Knolle reichen noch viel weiter und haben sich sogar in Zeiten von Seuchen und Epidemien als wirksamer Schutz bewährt. Wer also für seine Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte Knoblauch zu einem festen Bestandteil seines Essfahrplanes machen und sich nicht davon einschüchtern lassen, dass andere vielleicht hin und wieder einmal die Nase rümpfen.

© copyright by Manfred Backhaus
















Donnerstag, 13. September 2012
Honig - die süße Medizin

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Vielfalt von Heilmitteln Mutter Natur für uns bereithält. Jetzt im Herbst, wenn Nebelschwaden wieder die Landschaft verhüllen und das nasskalte Wetter an unserer Gesundheit und unserem Gemüt nagt, hält die Natur eine süße Medizin für uns parat, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch zahllose heilende Wirkungen entfaltet:

den Honig.

Schon im Altertum war Honig ein weit verbreitetes Genuss- und Heilmittel. Über die Jahrtausende hinweg konnte er immer wieder seine Heilwirkung bei äußerlicher wie auch innerlicher Anwendung nachdrücklich beweisen. In jüngerer Zeit gab es zwar hin und wieder Stimmen, die an der Heilkraft des Honigs Zweifel aufkommen ließen. Manche behaupteten sogar, Honig erzeuge Magenweh, Sodbrennen und andere Magenbeschwerden. Doch diese Nebenwirkungen beim Honiggenuss entstehen nur dann, wenn der Honig nicht mehr naturrein, sondern verfälscht ist. Dieser Honigverschnitt hat jedoch nichts mit dem naturreinen Honig zu tun.

Übrigens - und das sei hier nur am Rande bemerkt - sind die Bienen nicht die einzigen Insekten, die Honig bilden. Auch ihre Verwandten, die Wespen, Hummeln und Hornissen, produzieren die süße Medizin, doch tun sie uns nicht den Gefallen, ihn wie die Bienen zu sammeln und für uns bereitzulegen.

Hauptlieferanten bleiben also die Bienen. Es ist kaum vorstellbar, welche Arbeitsleistung sie vollbringen müssen, um Honig herzustellen. So sind 4000 bis 5000 Bienen einen ganzen Sommer über beschäftigt, damit 1 Kilogramm Honig erzeugt wird. Unterschieden wird zwischen Wald- und Wiesenhonig, Rapshonig, Blütenhonig usw. - je nachdem, wo die Bienen ihren Nektar gesammelt haben. Qualitativ gibt es keinen großen Unterschied zwischen den einzelnen Honigarten - geschmacklich jedoch sind sie sehr verschieden.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, nicht jedoch über die Qualität des Honigs. Sie sollten beim Honigkauf also immer darauf achten, naturreinen Honig zu bekommen. Am besten kaufen Sie Ihren Honig bei einem ihnen bekannten lmker oder bei den Landesverkaufsstellen der lmkervereine. Dort wird der Honig streng kontrolliert, und Sie können sicher sein, beste Ware zu erhalten.
Wichtig für den Honig ist zum Beispiel, dass er kalt geschleudert wurde. Außerdem darf er keine Zusätze enthalten. In der Regel ist Honig kristallisiert, das heißt körnig, und nicht flüssig. Er fließt bandartig vom Löffel und muss sich schließlich in langen, dünnen Fäden ziehen, die nicht sogleich abreißen dürfen. Naturreiner Honig ist auch wohlriechend. Er ist süß, jedoch nicht aufdringlich. Er ist von klebriger Konsistenz und von der Farbe her goldgelb. Naturreiner Honig kandiert auch leicht und bildet dann eine feste Masse.

Wollen Sie den Honig verflüssigen, müssen Sie ihn ganz vorsichtig im Wasserbad auf 40° erhitzen. Aber Achtung! Bei 45° verliert der Honig bereits viele seiner Wirkstoffe. So werden die Vitamine zerstört, die ätherischen Öle verfliegen in der Luft. Durch Aufkochen und Erhitzen verliert der Honig seine Heilkraft. Seine gesunden Vitamine und Fermente werden dabei vollständig vernichtet und die in ihm enthaltene Ameisensäure wird wertlos. Insofern ist also Honig, den Sie zum Backen verwenden, zwar immer noch weniger schädlich als lndustriezucker, kann aber keine Heilwirkung mehr entfalten. Das gilt auch für Honig, den Sie in heiße Getränke hineinrühren. Warten Sie deshalb, bis das Getränk auf Trinktemperatur abgekühlt ist, bevor sie es süßen. Dann können Sie den Honig hineinrühren und haben die volle Heilkraft und den vollen Genuss.

Zur Qualität des Honigs gehört auch, dass der Honig reif sein muss. Wenn die Bienen ihren Honig in den Zellen ablagern, ist er nämlich noch lange nicht ausreichend ausgereift und eignet sich noch keineswegs für die Gewinnung und Aufbewahrung. Er enthält dann nicht nur wesentlich weniger Wirkstoffe, sondern auch viel mehr Wasser, was ihn an Gewicht zunehmen lässt. Viel schlimmer aber ist, dass unreifer Honig schon nach kurzer Lagerungszeit anfängt zu gären, sauer wird und verdirbt. Unreifer Honig ist zwar billiger zu kaufen, verursacht aber dann die anfangs zitierten Magenbeschwerden und auch Sodbrennen. Außerdem kann er auch die Schleimhäute reizen, da ihm ja die wichtigen Heilwirkungen des reifen Honigs fehlen.
Nur der vollreife Honig enthält die Ameisensäure, die ihm seine Haltbarkeit gewährt. Sie sorgt außerdem dafür, dass er eine hohe bakterien- und virentötende Eigenschaft besitzt und fäulniswidrig wirkt. Sie sehen also, dass es besonders wichtig ist, naturreinen und reifen Honig zu bekommen. Es wird übrigens nicht nur unreifer Honig im Handel verkauft, sondern auch verfälschter Honig, der z. B. mit Mohrrübensaft, Kastanienmehl, Roggenmehl, Rübenzuckerlösung oder Stärkesirup versetzt wird, um ihn schwerer zu machen.

Hier einige Tipps, wie Sie verfälschten Honig erkennen können:
Mit Wasser verfälschter Honig fließt, wenn Sie ihn auf eine Glasplatte tropfen lassen, sehr schnell auseinander. Naturreiner Honig würde nicht zerlaufen, sondern als plattgedrückter Tropfen auf der Platte kleben bleiben. Mit Mehl verfälschten Honig können Sie mit Jod erkennen. Schon wenige Tropfen zeigen Ihnen an, welches Mehl dem Honig zugesetzt wurde. Wird der Honig fleischfarbig, so wurde er mit Hülsenfruchtmehl versetzt. Wird er rötlich-blau, so ist ihm Kartoffelmehl untergemischt worden. Etwas komplizierter ist es herauszufinden, ob der Honig mit Sirup verfälscht wurde. Dazu müssen Sie in einem Gefäß 1 Gramm Honig in 2g Wasser auflösen. Füllen Sie anschließend 15 ccm Brennspiritus hinzu.
Entsteht nun eine milchige Trübung, so können Sie sicher sein, dass dem Honig Stärkesirup beigemischt ist.

Honigverfälschungen sind heute gar nicht so selten auf dem Markt. Sie tragen dann meistens Phantasienamen, wie z. B. »Prinzesshonig«, »Raffinadenhonig« oder auch »Feinster Kristallhonig«. Am besten, Sie lassen die Finger davon und kaufen nur naturreinen Bienenhonig. Nur dieser Honig bietet Ihnen das, was Sie von ihm erwarten: feinsten Geschmack und volle Heilkraft. Bewahren Sie Ihren Honig auch richtig auf, damit er seine Wirkung nicht verliert: am besten in verschlossenen Gläsern, an einem kühlen und trockenen Ort. So gelagert, hält er sich über mehrere Jahre und behält auch seine bakterientötenden Wirkstoffe.

Die Besten Rezepte und Hausmittel mit Honig

Ein altes Sprichwort behauptet, dass ein Bienenstock 10 Ärzte vertreibt. Das ist kein Wunder, denn die Heilwirkung dieser süßen Arznei ist überaus vielfältig. Naturreiner Honig schmeckt nicht nur gut, er wirkt auch lösend, reinigend, wundheilend und stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte. Dabei ist Honig nicht nur sehr nahrhaft, sondern auch leicht verdaulich. Er wirkt Blut stillend und hilft, den Stuhlgang zu normalisieren.
Äußerlich angewendet ist Honig vielfach zu gebrauchen. Bekannt ist z. B. das

Honigpflaster
Dazu geben Sie etwas Honig auf ein zugeschnittenes Pflaster und kleben es auf eine offene Wunde.

Honigmaske
Ähnlich wirksam ist Honig auch bei trockener, unreiner Haut oder Akne. Hier hilft die Honigmaske. Mischen Sie dazu einen Esslöffel Bienenhonig mit etwas Öl zu einem cremigen Brei. Tragen Sie diese Paste dann auf die Haut auf und lassen Sie sie 20 bis 30 Minuten einwirken. Danach dann warm abwaschen und kalt nachwaschen.

Bei gereizter Haut können Sie den Honig auch mit Kamillentee anrühren und etwas Heilerde zugeben. Den Brei dann ebenfalls als Gesichtsmaske verwenden. Das hilft übrigens auch bei schlaffer, faltiger Haut.

Honigwickel
Sehr empfehlenswert ist nach meinen eigenen Erfahrungen in der Praxis die Anwendung eines Honigwickels bei offenen Beinen. Auch hier wird der Honig direkt auf die offene Wunde aufgetragen. Natürlich muss die Wunde vorher gereinigt werden. Dann eine Mullbinde herumwickeln und den Honigverband 3 bis 4 Stunden liegen lassen und danach erneuern.
Wenn zusätzlich noch Hitze im Bein ist und eine starke Entzündung vorliegt, ist der Honig auch sehr wirkungsvoll mit Quark zu kombinieren. Mischen Sie den Honig zu gleichen Teilen mit gekühltem Quark und tragen Sie den Brei dann wie oben angegeben auf die Wunde auf. Wieder eine Mullbinde herumwickeln und den Verband einige Stunden einwirken lassen.

Jetzt im Herbst kann der Honig seine Heilkraft wieder vielfältig unter Beweis stellen. So hilft bei

-Entzündungen der Bronchien z. B. ein Tee mit Holunder, Huflattich und Schafgarbe, der mit viel Honig gesüßt wird.
-Bei einer aufkommenden Erkältung und auch zur Vorbeugung von Erkältungen empfiehlt es sich, ein warmes Vollbad zu nehmen und dabei einen Holunderblüten- oder Lindenblütentee zu trinken, bis Sie anfangen zu schwitzen. Anschließend sollten Sie sich in ein gut vorgewärmtes Bett legen und einen warmen Trank aus drei ausgepressten Zitronen und 2 Esslöffeln Honig zu sich nehmen.

-Ist bereits eine Halsentzündung entstanden, hat es sich bewährt, Leinsamen mit Honig zu vermengen und als Umschlag um den Hals zu wickeln. Auch das Gurgeln mit laumwarmem Honigwasser ist hier sehr wirkungsvoll.

-Gegen Infektionen ganz allgemein hilft es, Zwiebeln aufzukochen und etwa 1/3 Honig hineinzugeben. Von dieser Mischung sollten Sie dann etwa alle halbe Stunde einen Teelöffel einnehmen.

-Bei der im Herbst besonders häufig vorkommenden Harnwegsentzündung können Sie warmes Honigwasser oder Brennnesseltee bzw. Salbeitee mit viel Honigzusatz trinken. Hat Sie die Heiserkeit erwischt, dann wird Ihnen Lindenblütentee mit reichlich Honig helfen. Auch Senfmehl, das Sie mit Honig vermengen müssen, wird die Heiserkeit vertreiben, wenn Sie davon stündlich eine Messerspitze voll einnehmen.

-Bei Husten hat es sich bewährt, feingestoßene Haselnüsse mit verdünntem Honig zu einem Brei zu vermengen. Davon sollten Sie alle halbe Stunde 1 Esslöffel lauwarm einnehmen.

-Ein besonderes Rezept bei Husten ist auch, fein geschnittene Zwiebeln (500 Gramm) mit Kandiszucker (200 Gramm) in 1 Liter Wasser aufzukochen. Die Zwiebeln werden zerstampft und müssen dann ziehen, bis sie lauwarm geworden sind. Jetzt geben Sie 100 g bis 150 g Honig dazu. Davon sollten Sie alle halbe Stunde einen Teelöffel voll einnehmen.

-Ist bereits Fieber aufgetreten, dann nehmen Sie ½ Liter lauwarmes Wasser und geben 100 g Honig und 100 g Weinessig mit hinein. Alles wird gut vermengt und dann als Klistier angewendet. Auch als Wickel lässt sich diese Mischung gut verwenden.

Doch nicht nur bei grippalen oder grippeähnlichen Erkrankungen lässt sich Honig wirkungsvoll einsetzen. Auch bei vielen anderen Krankheiten beweist er seine hervorragende Heilkraft.

-Bei Stuhlverstopfungen wirkt er stuhlregulierend, wenn Sie 1 Teelöffel Honig und 1 Teelöffel Leinöl in Kamillenblütentee einrühren und schluckweise austrinken.

-Bei allgemeiner Abgespanntheit gibt er wieder neue Lebenskraft, wenn Sie 1 bis 2 Teelöffel Honig pro Tasse in frischgepressten Apfelsaft verrühren und schluckweise trinken.

-Auch Venenentzündungen lassen sich mit Honig gut kurieren. Nehmen Sie dazu eine Beinwurz- oder Ringelblumensalbe und vermischen Sie sie mit der gleichen Menge Honig.
Mit diesem Brei machen Sie dann wiederholt Auflagen auf die schmerzenden Stellen am Bein.

Honigkur
Bei allen Erkrankungen wie auch zur Vorbeugung von Krankheiten und Infektionen aller Art und zur Blutreinigung sollten Sie mehrmals im Jahr eine Honigkur machen. Dieses einfache aber alte Hausmittel wird Sie schnell zu neuen Kräften bringen und Sie vor weiteren Unpässlichkeiten schützen. Die Kur ist so einfach wie wirkungsvoll:
10 Wochen lang müssen Sie vor den Mahlzeiten jeweils ½ Tasse Tee mit Kamille und Schafgarbe trinken. Mischen Sie dazu Kamille und Schafgarbe zu gleichen Teilen. Verwenden Sie ½ Teelöffel dieser Mischung als Aufguss. Diesem Tee geben Sie nun in der 1. Woche ½ Teelöffel Honig hinzu. In der 2. Woche geben Sie dann 1 Teelöffel Honig dazu. Jede weitere Woche steigern Sie nun den Honiganteil um einen Teelöffel. Nach der 6. Woche reduzieren Sie nun wieder den Honiganteil jede weitere Woche um ½ Teelöffel. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie den Honig erst dann zufügen, wenn der Tee auf Trinktemperatur abkühlt, also nicht mehr wärmer als 40°C ist.
Schon nach 3 Wochen können Sie diese Honigkur wiederholen, bis Sie eine deutliche Besserung in Ihrem Allgemeinbefinden feststellen. Um eine durchgreifende Reinigung Ihres Blutes und Ihres Gewebes zu gewährleisten sollten Sie selbstverständlich in dieser Zeit auf schädliche Genussmittel und Giftstoffe aller Art - also auch auf Kaffee, schwarzen Tee, Nikotin und Alkohol - verzichten. Auch der Fleischgenuss sollte drastisch reduziert werden. Bevorzugen Sie viel Frischgemüse. Essen Sie rohes Sauerkraut und viel Quarkspeisen. Denken Sie daran, dass auch die Honigkur nicht erst dann eingesetzt werden sollte, wenn es Ihnen bereits schlecht geht. Honig stärkt den gesamten Körper, verbessert die Nervenkraft, fördert die Blutbildung und belebt Ihre Widerstandskräfte gegen alle Arten von Krankheiten. Honig ist deshalb ein hervorragendes Vorbeugungsmittel.

© copyright by Manfred Backhaus

















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LÖWENZAHN - EIN UNKRAUT DAS HEILT

Bei Gärtnern und Bauern ist er gleichermaßen unbeliebt, denn es gibt keine Wiese, auf der er nicht wächst: der Löwenzahn (Taraxacum officinale), der auch Kletten- oder Butterblumen-blatt genannt wird. Es gibt wohl kaum jemanden, der diese Pflanze nicht kennt, die mit ihren leuchtend gelben Blüten jeder grünen Wiese schöne Farbtupfer aufsetzt. Nicht nur Kindern macht es einen Riesenspaß, die „Fallschirme“ der reifen Löwenzahnblüte, die nun zur „Pusteblume“ geworden ist, in den Wind zu blasen.
Nur Gärtnern gefällt dieser Zeitvertreib wenig, denn mit seinen langen festen Wurzeln ist der Löwenzahn kaum von den Wiesen zu vertreiben und wuchert stetig als „Unkraut“ weiter. Doch diese Bezeichnung hat er nicht verdient. Der Löwenzahn ist eine hervorragende Heilpflanze, deren Wirkstoffe wie Saponine, Bitter- und Schleimstoffe, Vitamine, Enzyme, Spurenelemente, ätherische Öle, Cholin, Stärke und Fett als bewährtes Heilmittel gegen Leber- und Gallenleiden, Blasenbeschwerden, Gicht und andere Stoffwechselerkrankungen einzusetzen ist. Aber auch bei Erkrankungen der Wirbelsäule, bei Rheumatismus, Gelenkabnutzungen, Appetitlosigkeit, Darmträgheit und sogar bei Geschwüren ist Löwenzahn eine der wirksamsten Heilpflanzen aus der natürlichen Hausapotheke. Aufgrund seiner Schmackhaftigkeit muss Löwenzahn dabei nicht nur als Tropfen oder Tee eingenommen werden, sondern er ergibt auch ein köstliches Gemüse oder Salat. Gerade zur Blutreinigung hat er sich bestens bewährt und schon so manchen Frühjahrsmüden wieder auf die Beine gebracht.
Zu den heilkräftigsten Pflanzenteilen des Löwenzahns gehören nicht nur die Wurzeln oder die Blume zu ihrer Blütezeit, sondern vor allen Dingen auch die gezackten, sägeförmigen Blätter. Vor der Blüte schmecken Sie besonders gut. Ältere Blätter werden etwas bitter, können aber trotzdem noch genossen werden, wenn man sie vor dem Zubereiten in lauwarmem Salzwasser ziehen lässt oder als Salat mit hartgekochten Eiern vermengt. Diese beiden Methoden nehmen dem Löwenzahn dann den bitteren Geschmack, ohne jedoch die Heilwirkung zu beeinflussen. Mit einigen Esslöffeln Olivenöl, Weinessig, einigen Tropfen Honig, gehacktem Kerbel, Knoblauch und etwas Pfeffer hat man dann rasch aus dem Wiesenunkraut einen köstlichen Salat zubereitet.
Für Herbst und Winter empfiehlt es sich, einen Vorrat von Löwenzahnblüten, -blättern und kleingeschnittenen Wurzeln zu trocknen. Daraus lässt sich dann ein blutreinigender und gesundheitsfördernder Tee zubereiten. Pro Tasse werden ein bis zwei Teelöffel der Mischung aus Blüten, Blättern und Wurzeln mit kochendem Wasser übergossen, zehn Minuten ziehen gelassen, abgeseiht und mit Honig gesüßt. Täglich zwei bis drei Tassen trinken.

 

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