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Gesundheit
Unser Körper
ein komplexes Zusammenspiel vielfältiger Organe mit einer fast unüberschaubaren Funktionsvielfalt.
Wird dieses harmonische Miteinander in irgendeiner Form gestört, regagiert unser Körper mit diversen Alarmsignalen. Mache dieser "Meldungen" sind schwer zu interpretieren, ist doch das Signal nicht immer offen dem Impulsgeber zu zuordnen.
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Freitag, 4. Mai 2012
Die Spargel-Kur - eine gesunde Delikatesse
Die Asparagus-Tropfen sind in der Homöopathie ein vielfach angewendetes und bewährtes Heilmittel gegen die verschiedensten Beschwerden. Herzstörungen und zu langsamer Puls, Zuckerkrankheit und Milz- oder Leberleiden gehören dazu ebenso wie chronische Blasenerkrankungen, Rheumatismus, Hautunreinheiten, Vergrößerung der Vorsteherdrüse oder Impotenz.
Ähnlich wirksam wie in der Homöopathie kann Asparagus aber auch sein, wenn er als schmackhafte Delikatesse aus deutschen Landen frisch auf den Tisch kommt. Asparagus ist nämlich nichts anderes als die wissenschaftliche Bezeichnung für unseren heimischen Spargel. Gerade jetzt im Mai und Juni ist wieder Spargelsaison, und viele Menschen nutzen diese Gelegenheit zu einer ausgiebigen Spargel-Kur. Diese Gourmet-Heilmethode kann nur jedem empfohlen werden, denn Spargel hat - obwohl er keine offizielle Heilpflanze ist - eine ganze Menge von heilenden Wirkstoffen. So enthält er zum Beispiel Vitamin A, B und C, die Mineralien Eisen, Phosphor und Kalk, den gallenaktivierenden Wirkstoff Cholin, Bernsteinsäure, Thyrosin und verschiedene andere heilende Bestandteile. Darüber hinaus ist allgemein bekannt, dass Spargel die Nierentätigkeit anregt und damit die Wasserausscheidung erhöht. Vorsicht ist jedoch bei Nierenentzündungen geboten:
Hier sollte auf Spargel verzichtet werden.
Spargel hat eine ganze Menge von heilenden Wirkstoffen.
Spargel steigert jedoch nicht nur die Urinausscheidung, sondern er verbessert auch die Verdauung. Darüber hinaus ist er sehr appetitanregend und dennoch kein Dickmacher, denn er enthält sehr wenige Kohlenhydrate. Kein Wunder, dass die Verbindung der zahlreichen Heilwirkungen des Spargels mit seinem ausgezeichneten Geschmack ihn schon im Mittelalter zu einer beliebten Delikatesse machte und ihm den Ruf einer Heilpflanze einbrachte.
Bereits 3000 Jahre v. Chr. wurde der Spargel bei den Chinesen zur Behandlung von Hustenanfällen und zur Stärkung der Lungen eingesetzt. Auch Hautschwellungen und Geschwüre wurden mit Spargel behandelt, ebenso schmerzende und heiße Füße. Im alten China galt es deshalb als besonders höfliche Geste des Gastgebers, wenn er seinem Gast ein Spargelfußbad bereitete.
Doch auch bei den alten Ägyptern war Spargel etwas ganz besonderes. So wurde seinerzeit Spargel mit in die Grabkammern der Toten gegeben, damit sie im jenseits nicht auf den lukullischen Genuss und die heilende Wirkung dieser Pflanze verzichten mussten.
Und dass der Ruhm des Spargels sich dann immer weiter ausbreitete, lässt sich auch daran erkennen, dass die Ärzte des klassischen Altertums diese Heilpflanze gegen die verschiedensten Krankheiten einsetzten. So behandelte Hippokrates, der Begründer der griechischen Arzneikunst (460 v. Chr.), damit zum Beispiel Hüftschmerzen, und auch der Römer Plinius (24 n. Chr.) berichtet in seinen Aufzeichnungen von so manchem heilenden Rezept.
In unseren Breiten mussten Feinschmecker und Heilkundige jedoch bis zum 16. Jahrhundert warten, um mit dem Spargel bekannt zu werden. Erst um diese Zeit kam die eigentlich aus Südeuropa stammende Pflanze nämlich nach Deutschland. Schnell eroberte sie sich hier dann die Gunst der Bevölkerung und wurde schon bald als Speise für Festmahle sehr geschätzt. Auch ihre heilende Wirkung sprach sich schnell herum und ist heute noch in alten Kräuterbüchern nachzulesen. Neben den äußerst wohlschmeckenden Spargeltrieben, die bei uns im Mai und Juni geerntet werden, ist darin auch immer wieder die Rede von der Spargelwurzel, die im Herbst ausgegraben wird. Sie soll zum Beispiel in Wasser und Wein gesotten und getrunken eine heilende Wirkung auf die Leber haben und sogar die Gelbsucht vertreiben. Ebenso reinigt sie Niere und Blase und hilft gegen Zahnschmerzen, wenn sie in warmem Wein gesotten und dann im Mund gehalten wird.
Zur Förderung der Wasserausscheidung kann die Spargelwurzel auch in Verbindung mit den Spargeltrieben genutzt werden. Hier empfiehlt sich zum Beispiel ein Mischtee aus gleichen Teilen von Spargelwurzel und Spargeltrieben, Fenchel, Petersilie und Sellerie. Von dieser Mischung wird dann ein Teelöffel pro Tasse als Aufguss zubereitet. Täglich sollten davon etwa 1 bis 2 Tassen schluckweise getrunken werden. Auch zur Herzstärkung wird Spargel empfohlen. Bewährt hat sich dafür eine Spargel-Honig-Mischung. Das geht so:
Nehmen Sie etwa 60 Gramm Spargel, und bereiten Sie daraus in etwa einem 3/4 Liter Wasser einen kalten Ansatz. Lassen Sie diesen Ansatz etwa 8 Stunden ziehen. Danach lösen Sie in 1/4 Liter lauwarmem Wasser 2 Teelöffel Honig und vermischen diese Lösung mit dem Spargelansatz. Trinken Sie nun davon etwa alle Stunde ein Schnapsgläschen voll.
Wenn Sie also etwas für Herz, Leber und Niere tun wollen, dann machen Sie jetzt im Mai eine Spargel-Kur. Denken Sie aber auch daran, dass Sie Spargel nicht nur essen können, sondern dass auch aus dem Kochwasser eine hervorragende Brühe oder Suppe zubereitet werden kann.
Schon das reine Spargelwasser ist sehr schmackhaft und bekömmlich und trägt durch seine harntreibende Wirkung dazu bei, den Körper zu reinigen und mögliche Wasseransammlungen, zum Beispiel im Bereich der Fußknöchel, schnell wieder abzubauen.
© copyright by Manfred Backhaus
Mittwoch, 25. April 2012
Erkältungszeit April - Gesundheitstips für den launischen Monat
April, April - der weiß nicht, was er will! - So jedenfalls lautet eine alte Volksweisheit. Und wie immer ist auch an dieser überlieferten Erfahrung etwas dran. Denn als Monat zwischen ausklingendem Winter und sprießendem Frühling wird der April hin- und hergeschüttelt von ungemütlichen Winden und Regenschauern, um im nächsten Moment schon wieder von den wärmenden Strahlen der allmählich höher steigenden Frühlingssonne durchflutet zu werden. Ein Monat, der von uns Menschen ständige Anpassung an die wechselhafte Witterung verlangt und den wir nur mit einer gewissen Voraussicht und einer intakten körpereigenen Abwehrkraft ohne Erkältung überstehen können.
Richten Sie sich also immer so ein, dass Sie für jede Witterung gut angezogen sind. Das bedeutet, dass Sie sich jederzeit an- oder ausziehen können müssen. Empfehlenswert ist also zum Beispiel ein normales Unterhemd, dann Hemd oder Bluse, darüber einen Pullover, anschließend eine Strickjacke und zum Schluss vielleicht noch ein Übergangsmantel. Wenn die Sonne raus kommt, können Sie so problemlos ein oder zwei Kleidungsstücke ausziehen und sich der steigenden Temperatur anpassen.
So vermeiden Sie, dass Sie ins Schwitzen kommen und sich beim nächsten kühlen Windstoß eine Erkältung einfangen. Gleichzeitig aber sind Sie mit dem Mantel vor Regen- oder Schneeschauern geschützt und ertragen auch mal einen kräftigen Windstoß, ohne sich zu unterkühlen.
Wichtig ist allerdings, dass Sie das richtige Schuhwerk anziehen. Bevorzugen Sie festes Schuhwerk, das auch bei Regen noch die Füße warm und trocken hält. Feuchte und kalte Füße stehen nämlich sehr häufig am Anfang einer saftigen Erkältung oder einer Unterkühlung des Unterleibs und damit einer hartnäckigen Blasenentzündung. Aus diesem Grund sollten Sie jetzt auch noch nicht auf warme Unterhosen oder wärmende Strumpfhosen verzichten.
Schon meine Großmutter wusste, dass es besonders für Frauen sehr wichtig ist, »unten rum« lieber etwas wärmer angezogen zu sein, um so hartnäckigen Unterleibserkrankungen vorzubeugen.
Vorbeugen sollten Sie auch schon frühmorgens, indem Sie Ihr Badezimmer zum »Kneipp--Zentrum« machen. Beginnen Sie Ihren Tag mit einer leichten Lockerungsgymnastik. Anschließend kommt ein ausgiebiges Trockenbürsten. Bürsten Sie dabei den ganzen Körper - immer in Richtung Herz. Danach sollte eine heiß-kalte Wechseldusche folgen. Damit haben Sie nun nicht nur Ihren Kreislauf in Schwung gebracht und sind jetzt fit für den ganzen Tag, sondern Sie haben auch Ihre Abwehrkräfte aktiviert.
Setzen Sie Ihr Gesundheitsprogramm mit einem »Gesundheitsfrühstück« fort. Verzichten Sie auf fetthaltige und schwer im Magen liegende Wurstbrote oder zuckergesüßte Marmeladenbrötchen. Zucker ist ein bekannter Vitaminräuber, der Ihre Abwehrkräfte schwächt und die Durchblutung behindert. Nutzen Sie stattdessen die jetzt im Frühling wieder auf den Markt kommenden Gemüsesorten und belegen Sie Ihre Brote mit Tomaten, Gurken oder frischen Kräutern. Verzichten Sie auch auf weiße Brötchen oder Brot und bevorzugen Sie Vollkornprodukte.
Auch ein erfrischendes und belebendes Müsli gehört zur gesunden Kost. Wenn Sie unbedingt etwas Süßes wollen, dann nehmen Sie Honig. Schwarzer Tee und Kaffee sind ebenfalls keine guten Voraussetzungen für eine Kräftigung der körpereigenen Abwehrkraft. Wählen Sie stattdessen Kräutertees. Bewährt hat sich zum Beispiel ein Tee aus Weidenrinde, Thymianblättern, Sonnentaublättern, Mateblättern, Arnikablüten, Hopfenblüten, Hafer, Brenn-Nesselblättern, Weißdornblüten, Eukalyptusblättern, Lungenkraut, Malvenblüten und Melisseblättern. Mischen Sie diese Zutaten zu gleichen Teilen, geben Sie einen gehäuften Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser, lassen Sie 5 bis 6 Minuten ziehen und trinken Sie nun davon zum Frühstück 2 bis 3 Tassen.
Denken Sie auch daran, dass das Frühjahr die beste Gelegenheit ist, mal wieder einen »Gesundheitscheck« machen zu lassen. Suchen Sie sich also einen naturheilkundlichen Therapeuten, und lassen Sie von diesem einen Bluttest auf Stoffwechselbelastungen machen. So erfahren Sie, ob alle Organe trotz des "fetten" Winters noch ordentlich arbeiten oder ob eventuell Stoffwechselschlacken im Blut vorhanden sind und eventuell Krankheiten drohen.
Lassen Sie bei dieser Gelegenheit auch mal Ihren Sauerstoffdruck messen, denn im Winter führt die mangelnde Bewegung und das oftmals zu »gute« Essen häufig sehr schnell zu einem Sauerstoffmangel im Blut und Gewebe.
Vorbeugen ist allemal besser als Heilen, und falls Sie schon irgendwelche gesundheitlichen Schwächen zeigen, ist es einfacher, jetzt zu behandeln, als erst dann, wenn die Krankheit schon deutliche Beschwerden bereitet.
Oftmals reicht es nämlich schon, durch entgiftende und ausleitende Maßnahmen den Körper wieder zu reinigen und damit die Abwehrkräfte zu stabilisieren. 1 bis 3 Aderlässe oder 5 bis 6 Eigenblutinjektionen - eventuell als »kleine Blutwäsche« vermischt mit Ozon-Sauerstoff - können vielfach Wunder wirken. Ziel des Aderlasses ist es, den Körper dazu anzuregen, neues und damit frisches Blut zu bilden.
Die Eigenblutinjektionen dagegen sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen und wirken überaus vitalisierend. Ganz besonders dann, wenn das Eigenblut mit Ozon-Sauerstoff angereichert und so aufgefrischt wurde.
Nach einer solchen Kur fühlen Sie sich nicht nur frisch und munter und können der Frühjahrsmüdigkeit ade sagen, sondern Sie haben mit der Aktivierung Ihrer Selbstheilungskräfte auch den Launen des Aprils ein Schnippchen geschlagen.
© copyright by Manfred Backhaus
Mittwoch, 14. März 2012
SO VERTREIBEN SIE IHREN HEUSCHNUPFEN
Die Blütenpollen von Gräsern, Kräutern, Sträuchern und Blumen wurden jetzt wieder für all die zur Qual, die jedes Jahr aufs neue unter ihrem Heuschnupfen zu leiden haben. Schnell schwellen jetzt wieder die Nasenschleimhäute an und behindern die Atmung. Die Sekretion der Nasenschleimhäute wird angeregt und die lästige Schleimabsonderung führt schon bald zu einer kräftigen Rötung der Nasenlöcher. Heftige Niesattacken sind dann der letzte Beweis dafür, dass der Heuschnupfen wieder einmal zugeschlagen hat.
Bis heute gibt es wohl noch kein sicheres Mittel gegen diese alljährlich wiederkehrende allergische Erkrankung. Trotzdem haben sich gerade aus dem Bereich der Naturheilkunde eine ganze Reihe von Therapien sehr gut bewährt und nicht selten schon dafür gesorgt, dass der Patient die blüten- und pollenreiche Jahreszeit ohne seinen gefürchteten „Frühsommergast“ überstehen kann.
Vorbeugen ist natürlich auch hier besser als heilen. So ist es sehr wirkungsvoll, bereits im Herbst mit einer Blütenpollenkur zu beginnen. Diese Therapie ist nicht nur ausgesprochen gesund, denn Blütenpollen enthaltenwichtige Vitalstoffe, sondern sie sorgt auch dafür, dass der Organismus allmählich gegen die Wirkstoffe dieser Blütenpollen unempfindlich wird. Kommt der Patient dann im Frühjahr drauf mit dem Blütenstaub in Berührung, so hat sich sein Körper meist schon an diese Wirkstoffe gewöhnt und reagiert nicht mehr mit der üblichen Allergie.
Altbewährt ist auch die schon bei vielen Formen von Allergien immer wieder erfolgreich eingesetzte Eigenblut-Behandlung. Aber auch hier sollte bereits im Winter damit begonnen werden. Der Patient bekommt dann 1-2 x in der Woche 1-5 ccm Blut abgezapft und erhält dieses Blut wieder in den Gesäßmuskel injiziert. Zusätzlich kann dabei das Eigenblut des Patienten noch mit umstimmenden Heilmitteln, wie z.B. Ameisensäuren oder homöopathische Blütenextrakte vermischt werden. Auch mit dieser Methode soll der Körper allmählich unempfindlich gegen die ihn sonst quälenden Reizstoffe gemacht werden.
Sehr erfolgreich und darüber hinaus auch noch sehr schmackhaft ist die Honigkur, mit der bereits im Februar begonnen werden sollte. Essen Sie dazu nach jeder Mahlzeit 1 Esslöffel kaltgeschleuderten Bienenhonig. Geben Sie außerdem vor dem Schlafengehen noch 1 Esslöffel Honig in die Milch, und trinken Sie das schluckweise aus. Selbstverständlich sollte auch die Ernährung auf eine umstimmende Behandlung abgestimmt sein. Meiden Sie Salz, und bevorzugen Sie eine vitamin- und vitalstoffreiche Kost. Vorwiegend ist Rohkost angesagt. Darüber hinaus sollte der Körper immer abgehärtet werden. Ratsam sind Trockenbürstenmassagen und morgendliche Heiß-Kalt-Wechselduschen. Auch das schon von Pfarrer Kneipp gelobte Wassertreten oder morgendliche Tautreten sorgt dafür, dass Ihr Körper mehr Widerstandsfähigkeit bekommt und mehr Möglichkeiten hat, sich gegen Reizstoffe zur Wehr zu setzen.
Doch was nützt das alles, wenn Sie der Heuschnupfen bereits erwischt hat? Natürlich ist es für diese Saison zum Vorbeugen zu spät, doch die genannten Maßnahmen können auch trotzdem noch eine Linderung des Heuschnupfens bewirken. Darüber hinaus hat sich auch die Akupunktur als äußerst wirksam erwiesen. Suchen Sie sich einen Arzt oder Heilpraktiker, der bei Ihnen eine antiallergische Akupunktur vornimmt. Auch Injektionen mit echinaceahaltigen Arzneimitteln, Schlangen- oder Bienengiften können eine spürbare Linderung bringen. Schnell helfen kann bei entsprechenden Voraussetzungen auch die Ultrarot-A-Tiefenbestrahlung. Damit soll die bestehende Entzündung an den Nasenschleimhäuten und den Nebenhöhlen nachhaltig beseitigt werden. Nicht zu vergessen sind natürlich auch homöopathische Mittel. Spezielle Heuschnupfen-Tropfen sind in jeder Apotheke erhältlich.
Sie selbst können natürlich ganz wesentlich dazu beitragen, diese Therapie noch durch eigene Maßnahmen zu unterstützen. Den quälenden Juckreiz in der Nase können Sie z.B. mit Nasenspülungen lindern. Schnupfen Sie dazu einfach Wasser direkt aus der Wasserleitung ein, oder nehmen Sie lauwarmen Zinnkrauttee.
Wenn die Augen bereits gereizt sind, helfen Augenbäder mit Augentrostee weiter. Verwenden Sie dafür entweder eine Augenbadewanne, oder tauchen Sie Ihr Gesicht in eine mit gefiltertem Tee gefüllte Schüssel und machen Sie „unter Wasser“ dabei mehrmals die Augen auf und zu.
Ein altes Hausrezept aus Omas Erfahrungsschatz ist auch das Kauen von Fenchelfrüchten. Fenchelfrüchte, zusammen mit 1 Teelöffel Bienenwabe gut 10 Minuten lang gekaut, sollt schnelle Linderung der Beschwerden bringen. Das 5 x am Tag wiederholen.
Legen Sie bei einem akuten Heuschnupfen auch mal ein paar Saft- oder Obstfastentage ein oder beschränken Sie sich auf Rohkost. Durch zusätzliche Einnahme von Vitamin-A- und C-haltigen Präparaten verbessern Sie Ihre Abwehrkraft. Vor dem Schlafengehen sollten Sie außerdem Ganzwaschungen vornehmen. Geben Sie in ein großes Gefäß 2 Liter kaltes Wasser, 1 Tasse Obstessig und 1 Esslöffel Arnika-Tinktur. Legen Sie dann ein Küchentuch etwas auf Waschlappengröße zusammen, tauchen Sie es kurz ein und drücken Sie es etwas aus, so dass es nicht mehr tropft. Mit dem feuchten Tuch waschen Sie dann mit sanftem Druck in mehreren Strichen über Arme, Beine und Körper. Das Tuch sollte dabei öfter neu eingetaucht werden, so dass es immer kalt und feucht ist. Trocknen Sie sich anschließend gut ab und legen Sie sich schließlich ins Bett.
Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, haben Sie beste Chancen,die Heuschnupfenzeit gut zu überstehen.
© copyright by Manfred Backhaus
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LÖWENZAHN - EIN UNKRAUT DAS HEILT
Bei Gärtnern und Bauern ist er gleichermaßen unbeliebt, denn es gibt keine Wiese, auf der er nicht wächst: der Löwenzahn (Taraxacum officinale), der auch Kletten- oder Butterblumen-blatt genannt wird. Es gibt wohl kaum jemanden, der diese Pflanze nicht kennt, die mit ihren leuchtend gelben Blüten jeder grünen Wiese schöne Farbtupfer aufsetzt. Nicht nur Kindern macht es einen Riesenspaß, die „Fallschirme“ der reifen Löwenzahnblüte, die nun zur „Pusteblume“ geworden ist, in den Wind zu blasen.
Nur Gärtnern gefällt dieser Zeitvertreib wenig, denn mit seinen langen festen Wurzeln ist der Löwenzahn kaum von den Wiesen zu vertreiben und wuchert stetig als „Unkraut“ weiter. Doch diese Bezeichnung hat er nicht verdient. Der Löwenzahn ist eine hervorragende Heilpflanze, deren Wirkstoffe wie Saponine, Bitter- und Schleimstoffe, Vitamine, Enzyme, Spurenelemente, ätherische Öle, Cholin, Stärke und Fett als bewährtes Heilmittel gegen Leber- und Gallenleiden, Blasenbeschwerden, Gicht und andere Stoffwechselerkrankungen einzusetzen ist. Aber auch bei Erkrankungen der Wirbelsäule, bei Rheumatismus, Gelenkabnutzungen, Appetitlosigkeit, Darmträgheit und sogar bei Geschwüren ist Löwenzahn eine der wirksamsten Heilpflanzen aus der natürlichen Hausapotheke. Aufgrund seiner Schmackhaftigkeit muss Löwenzahn dabei nicht nur als Tropfen oder Tee eingenommen werden, sondern er ergibt auch ein köstliches Gemüse oder Salat. Gerade zur Blutreinigung hat er sich bestens bewährt und schon so manchen Frühjahrsmüden wieder auf die Beine gebracht.
Zu den heilkräftigsten Pflanzenteilen des Löwenzahns gehören nicht nur die Wurzeln oder die Blume zu ihrer Blütezeit, sondern vor allen Dingen auch die gezackten, sägeförmigen Blätter. Vor der Blüte schmecken Sie besonders gut. Ältere Blätter werden etwas bitter, können aber trotzdem noch genossen werden, wenn man sie vor dem Zubereiten in lauwarmem Salzwasser ziehen lässt oder als Salat mit hartgekochten Eiern vermengt. Diese beiden Methoden nehmen dem Löwenzahn dann den bitteren Geschmack, ohne jedoch die Heilwirkung zu beeinflussen. Mit einigen Esslöffeln Olivenöl, Weinessig, einigen Tropfen Honig, gehacktem Kerbel, Knoblauch und etwas Pfeffer hat man dann rasch aus dem Wiesenunkraut einen köstlichen Salat zubereitet.
Für Herbst und Winter empfiehlt es sich, einen Vorrat von Löwenzahnblüten, -blättern und kleingeschnittenen Wurzeln zu trocknen. Daraus lässt sich dann ein blutreinigender und gesundheitsfördernder Tee zubereiten. Pro Tasse werden ein bis zwei Teelöffel der Mischung aus Blüten, Blättern und Wurzeln mit kochendem Wasser übergossen, zehn Minuten ziehen gelassen, abgeseiht und mit Honig gesüßt. Täglich zwei bis drei Tassen trinken.
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